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Echter Salbei (Salvia officinalis L.)

Echter Salbei, der unter anderem unter den Synonymen Königs-Salbei, Garten- oder Damatiner-Salbei sowie Scharlachkraut bekannt ist, zählt zu den bekanntesten Gewürz- und Heilmitteln aus dem mediterranen Raum. Auch als Gartenstrauch ist er sehr beliebt. Seine lateinische Bezeichnung lautet Salvia officinalis.

Ursprünglich stammt der Echte Salbei hauptsächlich aus dem mediterranen Raum. Er gedeiht beispielsweise in Spanien, Italien und Frankreich, teilweise in Asien. In einigen Ländern Asiens, Amerikas und Afrikas erfolgt ein gewerblicher Anbau. Hierzulande ist Salvia officinalis eine Gartenpflanze, die sich ganzjährig im Freien halten lässt, sofern sie mit einem Winterschutz bedacht wird. Sie benötigt einen sonnigen Stand und regelmäßige Wassergaben. Staunässe muss vermieden werden.

Der Echte Salbei wächst als Strauch, der in unseren Breiten etwa einen halben Meter hoch wird. Erkennbar ist er an seinen grauen, filzigen Blättern, die beim Zerreiben den typischen Salbeiduft ausströmen. Während der Sommermonate zeigt er blaue bis violette Blüten.

Als Droge werden die frischen oder getrockneten Blätter verwendet. Sie enthalten ätherische Öle, Campher, Cineol, Gerbstoffe, Flavonoide, Urolsäure und Diterpene. Außerdem beinhalten sie die Spurenelemente Magnesium, Zink sowie Eisen.

In der Pharmakologie sind die keimtötenden und schweißhemmenden Wirkungen des Echten Salbeis bekannt. Zudem besitzt sein Nervengift Thujon einen neurologischen Effekt. Salbei lässt sich innerlich und äußerlich anwenden, wobei für die innere Anwendung Höchstgrenzen empfohlen werden.

Für die klassische Anwendung und als Hausmittel wird ein Salbeitee zubereitet, der sich aus den frischen oder getrockneten Blättern herstellen lässt. Hierzu werden die Blätter in eine Kanne gegeben und mit siedendem Wasser übergossen. Die Ziehzeit beträgt 5 bis 10 Minuten. Anschließend wird der Tee abgefiltert. Dieser wird äußerlich für Spülungen und zum Gurgeln genutzt. Außerdem können seine Dämpfe zum Inhalieren verwendet werden. Für die innere Anwendung wird der Tee schluckweise über den Tag verteilt getrunken, wobei die Tagesdosis 4 bis 6 Gramm der Droge nicht überschreiten sollte.
Ebenso kann Echter Salbei in Form von ätherischem Öl zur Anwendung kommen. Für eine Spül- oder Gurgellösung werden 3 Tropfen mit 100 Milliliter Wasser gemischt.

Kommen frische oder getrocknete Blätter zum Einsatz, gibt man diese häufig Heilkräutermischungen bei. Beispielsweise eignet sich eine Salbei-Käsepappel-Blättermischung zum Inhalieren und für Mundspülungen. In der Kombination wirken die Blätter entzündungshemmend, zusammenziehend und schleimhautschützend.

Salbei-Mundspülungen empfehlen sich bei Zahnfleischentzündungen sowie bei Problemen im Rachen und mit der Mundschleimhaut. Hierzu wird der abgekühlte Tee für einige Minuten im Mund behalten und kraftvoll durch die Zahnzwischenräume gedrückt. Halsschmerzen und Mandelentzündungen lassen sich durch mehrmaliges Gurgeln pro Tag lindern. Aufgrund der keimtötenden Wirkung des Salbeis wird eine schnellere Heilung erzielt.

Bei Zahnfleischentzündungen als „Intensivvariante“ auch möglich: das Kauen frischer Salbeiblätter und das Einreiben und Massieren mit dem Blattbrei.

Innerlich empfiehlt sich Salbeitee bei Magen- und allgemeinen Verdauungsbeschwerden. So verhindert er beispielsweise Blähungen und Durchfälle. Zur Anregung des Fettstoffwechsels lässt sich ein Tee aus Salbeiblättern herstellen, die zu gleichen Teilen mit Schlehenblüten, Zinnkraut und Rosmarin sowie Wermut gemischt wurden.

Andere Salbeiarten als der Echte Salbei können im Garten angepflanzt werden. Zur Anwendung als Heilmittel eignen sie sich allerdings nicht. Auch für die Anwendung in der Küche spielt nur der Echte Salbei eine Rolle.