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Heilpflanze Eibisch (Althaea officinalis) 

Wurzeln und Blätter des Eibisch wirken lindernd, heilend und mild entwässernd.

Die zu den Malvengewächsen zählende Heilpflanze Eibisch (Althaea officinalis) stammt ursprünglich aus Gebieten Westasiens und Südosteuropas.

Die bis zu 1,5 - 2 Meter hohe mehrjährige Pflanze zeichnet sich unter anderem durch eine filzige Behaarung von Stängel und Blättern sowie üppige hellrosa Blüten aus. Die Blütezeit der Heilpflanze Eibisch erstreckt sich in der Regel von Juli bis September.

Zu den für Heilzwecke genutzten Pflanzenteilen der Althaea officinalis zählen vor allem deren Wurzeln und Blätter. Darüber hinaus werden auch die Blüten der Heilpflanze genutzt. Die Eibischwurzel (Althaeae radix) wird unter anderem auch als Heilwurzel oder Weißwurzel bezeichnet. Verwendete Eibischblätter (Althaeae folium) werden vorwiegend während der Blütezeit der Pflanze gesammelt und im Anschluss getrocknet. Ebenso wie die Eibischblätter finden schließlich auch die Blüten (Althaeae flos) der Heilpflanze in getrockneter Form Verwendung.

Wirkstoffe und Pharmakologie

Die verschiedenen Pflanzenteile der Althaea officinalis enthalten Schleimstoffe mit medizinischer Wirkung. Der höchste Schleimstoffanteil der Heilpflanze befindet sich in deren Wurzel - im Besonderen sind hier Galacturonorhamnane oder Arabinane zu nennen. Aus Galacturonorhamnanen bestehen unter anderem auch die Schleimstoffe der Heilpflanzenblätter. Die Schleimstoffe der Eibischblüte setzen sich schließlich aus Bestandteilen wie Galactose, Arabinose und Glucose zusammen.

Aufgrund deren vergleichsweise hohen Schleimstoffanteils werden für pflanzliche Mittel meist die Heilpflanzenwurzeln genutzt. Entsprechende Präparate entfalten ihre lindernde Wirkung, indem sie einen Schutzfilm über gereizten Schleimhäuten von Rachen, Hals, Mund oder Magen bilden. Werden Wirkstoffe der Althaea officinalis bei Reizungen und/oder Entzündungen der Rachenschleimhaut eingesetzt, können sie trockenen Husten und Heiserkeit lindern. Darüber hinaus können sich Schleimstoffe der Heilpflanze günstig auf leichte Entzündungen der Magenschleimhaut auswirken.

Bei Erkältungserkrankungen, die mit Verschleimungen der Atemwege einhergehen, wird in der Regel von einer Anwendung von Eibischpräparaten abgeraten; enthaltene Wirkstoffe können hier ein Abhusten beeinträchtigen.

Anwendung als Heilpflanze

Die Wirkstoffe welcher Pflanzenteile der Althaeae officinalis besonders zu Heilungszwecken geeignet sind, hängt vor allem von der vorliegenden Symptomatik ab. Allerdings zeigen sich hinsichtlich der Eignungen einzelner Pflanzenteile durchaus auch Überschneidungen.

Soll die Heilpflanze beispielsweise reizlindernde Wirkung auf Entzündungsprozesse im Bereich von Mund und Rachen ausüben, kann mit geeigneten Präparaten der Eibischblüte gegurgelt werden.

Eibischtees, die Wirkstoffe der Eibischblüte enthalten, eignen sich außerdem zur Behandlung von Krankheiten der Atmungsorgane. Wirkstoffe des Eibischblattes können beispielsweise bei trockenem Reizhusten oder Atemwegskatarrhen Anwendung finden. Und auch auf Schleimhautreizungen in Rachen und Mund wirken sich Inhaltsstoffe des Eibischblattes häufig lindernd aus.

Präparate mit Wirkstoffen der Eibischwurzel finden etwa bei Reizhusten Verwendung, der mit entzündlichen Prozessen in Rachen und Mund einhergeht. Auch leichte Entzündungsprozesse der Magenschleimhaut können mithilfe von Wirkstoffen der Eibischwurzel ergänzend behandelt werden.

Gelegentlich findet die Eibischwurzel darüber hinaus auch bei Hautverbrennungen oder Abszessen Anwendung. Wird Husten mit der Heilpflanze Eibisch behandelt, so wird häufig eine Einnahme in Form von Hustensaft oder Hustensirup empfohlen - aufgrund deren Dickflüssigkeit verbleiben die Präparate meist länger an ihrem Wirkungsort als Tees.

Eibisch in der Homöopathie

Eibisch spielt unter anderem auch in der Homöopathie eine Rolle. Homöopathische Einsatzgebiete der Heilpflanze ähneln dabei den bisher beschriebenen Anwendungsbereichen.

Entsprechende Dosierungen und Wirkstoffzusammenstellungen erfolgen unter anderem auf der Grundlage von Faktoren wie persönlicher Beschwerdelage und Konstitution.