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Einteilung der Heilpflanzen-Präperate

Welcher Einteilung unterliegen die Heilpflanzen-Präparate?

Da wären zum einen rationale Phytotherapeutika. Das sind alle seit 1976 zugelassenen pflanzlichen Arzneimittel, nämlich über 1000 Monopräparate und über 100 Kombinationspräparate - jedes mit einer Zulassungsnummer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Nachfolger des Gesundheitsministeriums).
Diese Arzneimittel mussten die gleichen Kriterien treffen wie ein herkömmliches Präparat. Die Ungefährlichkeit muss durch Studien nachgewiesen sein. Die Krankenkassen tragen die Kosten für diese Mittel bei Jugendlichen und Kindern.

Seit 2004 sind ansonsten nur noch Mittel aus 4 Pflanzen verschreibungsfähig: Dazu zählen das Johanniskraut bei mittlerer Depression, Gingko bei eingetretener Demenz, Mistel bei Krebs und Flohsamen bei Verdauungsproblemen und in Ausnahmefällen Präparate von hochwirksamen Giftpflanzen.

Es wäre noch ein breiterer Einsatz von pflanzlichen Mitteln möglich, wenn der Gesetzgeber nicht fragwürdigerweise behaupten würde, man könne Pflanzenpräparate freiverkäuflich anbieten.
Infolgedessen werden mehr konventionelle Mittel verordnet, die teurer und nebenwirkungsreicher sind.

Rationale Phytotherapeutika sind auch die nach dem 1. Arzneimittelgesetz von 1961 registrierten Medikamente.
Diese erkennt man an einer Registrier-Nummer und es ist angedacht, sie nachträglich nach dem 2. Arzneimittelgesetz zuzulassen.

Durch die Pharmalobby wird behauptet, dass wegen des Contergan-Skandals eine höhere Sicherheit erforderlich sei und ausgerechnet deshalb pflanzliche Arzneimittel ausgeklammert werden müssten
- zum Schaden für die Patienten. Immerhin sind aber auch einige zweifelhafte pflanzliche Mittel vom Markt verschwunden.