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Informationen zu Heilpflanzen

Die Inhaltsstoffe der Heilpflanzen

Die etherischen Öle sind wohl die bekanntesten Inhaltsstoffe von Arzneipflanzen. Die aromatischen Verbindungen und Kohlenwasserstoffe verleihen der Kamille ihre krampflösende Wirkung.

Jeder hat schon den Effekt von Menthol aus der Pfefferminze bei Erkältungen als lindernd empfunden. Auch den wohltuenden Duft, der dem Lavendel und Jasmin entströmt, genießen viele Menschen zur Entspannung und Beruhigung (Aroma-Therapie).

Vielfältig und vielseitig treten uns auch die Glykoside entgegen. Es sind Pflanzenstoffe, in denen ein Zucker (Silbe: „Glyko“) mit einer weiteren Substanz eine Bindung eingegangen ist. Das Herz-Glykosid aus dem Fingerhut ist eines der effektivsten Medikamente, das wir kennen. Schnell kann es bei Überdosierung aber auch gefährlich werden.

Senföl-Glykoside sind ein traditionelles Antibiotikum. Mit Alkaloiden ist Vorsicht geboten. Die biologischen Stickstoffverbindungen kommen vor allem in Nachtschattengewächsen vor.

Viele Alkaloide sind gefährliche Rauschdrogen wie das Hyoscyamin des Bilsenkrautes. Doch auch das harmlose Coffein gehört zur Gruppe der „biogenen Amine“. Das Atropin der Tollkirsche nutzt der Augenarzt zur Erweiterung der Pupillen. Einige Alkaloide sind lebensrettende Gegenmittel bei verschiedenen Vergiftungen.

Bitterstoffe gehören zu unterschiedlichen Substanzgruppen. Sie zählen teils zu den Alkaloiden aber auch Glykoside und Gerbsäuren sind unter den Pflanzenstoffen mit dem bitteren Geschmack – der ihr einziges Kriterium darstellt. Hopfen enthält einen beruhigenden Bitterstoff. Bekannt ist auch die appetitanregende Wirkung des Gentianopicrins aus dem gelben Enzian.

Polysaccharide sind lange Zuckerketten. Die Stärke aus Kartoffeln und Getreide gehört dazu. Polysaccharide gehören nicht zu den „sekundären Pflanzenstoffen“. Das heißt, dass sie die Pflanze selber unbedingt braucht.

Der Mensch nutzt sie überwiegend als Grundnahrungsmittel. Hingegen ist Cellulose unverdaulich, dafür aber ein Ballaststoff, der die Gesunderhaltung des Darmes fördert. Das Pektin aus Früchten wie Äpfel und Bananen ist nicht nur ein Nährstoff, sondern wirkt bei Durchfallerkrankungen stopfend.

Einige Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die den menschlichen Hormonen ähnlich sind. So produziert Hopfen eine Verbindung, die dem weiblichen Hormon Östrogen verwandt ist. Schon seit altersher verschreiben Mönchsärzte Hopfen bei den Beschwerden der Wechseljahre. In Schwarzkümmel kommt eine Fettsäure vor, die der Mensch zur Herstellung eines Gewebshormons benötigt.
Alle Pflanzen, auch Obst und Gemüse, reichern Vitamine als lebensnotwendige Nährstoffe an. Der Mensch kann ohne Vitamine in der Nahrung nicht existieren.

Anorganische Stoffe sind Mineralien und Spurenelemente, die in Pflanzen mannigfach vorkommen. Für die Ernährung spielt die Versorgung mit den salzartigen Substanzen eine erhebliche Rolle. Mineralien sind auch bei äußerlichen Anwendungen (Moorpackung) zur Behandlung von Rheuma wirksam.