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Kleinblütige Königskerze

Wirkung und Anwendung

Die Kleinblütige Königskerze gehört zu den Braunwurzgewächsen. Sie ist auch unter den Namen Echte Königskerze, Marienkerze, Feldkerze und Kleinblütiges Wollkraut bekannt.

Die zweijährige, immergrüne Pflanze wird bis zu zwei Meter groß. Sie beginnt ihren Wuchs mit einer Rosette aus Blättern. Im zweiten Jahr kommen die reich beblätterten Stängel dazu. Die Feldkerze liebt steiniges Gelände und mag es gern sonnig. Sie ist an mäßig trockenen Wegrändern, Schuttstellen, Dämmen und Ufern zu finden und zeigt nitrathaltige Böden an.

Die reizlindernden Eigenschaften der Kleinblütigen Königskerze kommen bei Entzündungen der oberen Luftwege zum Einsatz. Die Heilpflanze wird bei Husten, Grippe und Bronchitis verwendet und als Teil von Kräuterteemischungen eingenommen. Sie wirkt schweiß- und harntreibend.

Die Kleinblütige Königskerze ist schon lange Zeit als Heilmittel für Brandwunden und Geschwüre bekannt. Sie hilft bei Husten, Reizhusten, Heiserkeit und Bronchitis. Auch bei Asthma, Atemwegserkrankungen, Lungenleiden sowie Kehlkopf-, Mittelohr-, Mandel-, Magen-Darm- und Magenschleimhautentzündungen wirkt sie heilend.

Marienkerze wirkt positiv auf Gallefluss und Leber, kämpft gegen Geschwüre, Ohrenschmerzen, Afterjucken und Hämorrhoiden. Die Kleinblütige Königskerze enthält unter anderem Schleimstoffe und Flavonoide. Von der Heilpflanze werden hauptsächlich die Blüten für Tees verwendet. Die Blätter können aber auch eingesetzt werden. Das Kleinblütige Wollkraut hat als Heilpflanze eine lange Tradition. Hildegard von Bingen erkannte sogar eine stimmungsaufhellende Wirkung.

Antioxidantien gegen freie Radikale

Aus der Heilpflanze lässt sich ein Tee zubereiten, der schleimlösend bei Erkältungen wirkt. Verschiedene Atemwegsleiden werden von der Pflanze gelindert. Eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung wurde ebenfalls festgestellt.

Das Kleinblütige Wollkraut enthält Antioxidantien, die vor freien Radikalen schützen. Dadurch können Krankheiten vermieden werden. Auch antibakterielle und leberschützende Eigenschaften sind nachgewiesen worden.

Herstellung von Sud aus der Kleinblütigen Königskerze
Neben Tee, der zirka zehn Minuten ziehen sollte, kann aus der Kleinblütigen Königskerze auch ein Sud hergestellt werden. Die Blüten für diese Zubereitung werden am besten von Juni bis September gesammelt, können aber auch im Handel erworben werden.

Wenn die Blüten der Heilpflanze zwei Stunden in kaltem Wasser ziehen, werden viele Schleimstoffe gelöst. Um die Zubereitung heiß zu genießen, muss der Sud aufgekocht werden. Staubblätter und feine Härchen am besten vorher filtrieren. Die Schleimstoffe im Sud wirken beruhigend und schmerzlindernd, zum Beispiel bei Husten oder Halsschmerzen.