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Thuja (Lebensbaum)

Wirkung und Anwendung

Die Heilpflanze Thuja ist bei manchen besser unter dem Begriff Lebensbaum bekannt. Dieser wird auf der ganzen Welt als Zierbaum genutzt.

Das Zypressengewächs kann eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen. Der Baum hat flache Zweige mit Schuppen, die oben dunkelgrün und unten hellgrün sind. Beheimatet ist der Lebensbaum im Nordosten von Amerika. Da er Schnitt gut verträgt, wird er weltweit als beliebte und blickdichte Heckenpflanze geschätzt. Früher nutzten die Indianer das Holz der Thuja, um Bögen herzustellen.

Wirkung und Anwendung

Verwendet werden die jungen, weichen Zweigspitzen. Das ätherische Öl kommt in Desinfektionsmitteln, Kosmetik und Seifen zum Einsatz. Auch gegen Fliegen und Zecken soll es helfen.

Äußerliche Anwendung bei Warzen

Da der Lebensbaum giftige Inhaltsstoffe enthält, die vor allem in den ätherischen Ölen enthalten sind, werden die Präparate meist nur äußerlich aufgetragen. Der Anwendungszeitraum ist kurz, da im ätherischen Öl das Nervengift Thujon enthalten ist. Aber das Gift hat auch positive Seiten, zum Beispiel bei der Warzenbehandlung, wodurch die Verbreitung der Warzenviren gehemmt wird. Hierbei wird die Thuja-Lösung auf ein Wattepad aufgetragen, das anschließend auf die Warze gelegt wird.

Heilmittel bei Schnupfen, Hautausschlägen und anderen Beschwerden

Thuja stimuliert das Immunsystem und hilft gegen Schnupfen sowie Infektionen der oberen Atemwege. Die Wirksamkeit bei Hautausschlägen, Hautinfekten und Schuppenflechte gilt als gesichert. Erfahrungsberichten zufolge stärkt der Lebensbaum das Immunsystem, wirkt gegen Fieber und Erkältung sowie Kopfschmerzen, Rheumaschmerzen und steife Muskeln. Die Heilpflanze kann Blasenentzündung lindern, Bronchitis heilen und bei einer Mittelohrentzündung Abhilfe schaffen. Auch chronische Müdigkeit, Rückenschmerzen und Gicht werden mit Thuja behandelt.

Das Nervengift Thujon

Das ätherische Öl besteht hauptsächlich aus dem Nervengift Thujon, das früher auch in Absinth enthalten war. Körperlicher und geistiger Verfall ist das Ergebnis eines Thujon-Konsums über längere Zeit. Große Mengen führen zu Krämpfen und schädigen Leber und Niere. Früher haben werdende Mütter mit Thujaöl abgetrieben, wobei manche von ihnen gestorben sind.

Einsatz in der Homöopathie

In der Homöopathie wird die Heilpflanze unter anderem bei Hautkrankheiten wie Gürtelrose, Flechten, Ausschlägen, Infekten und eiternden Geschwüren eingesetzt.

Dosierung von Thujon

Der Grenzwert von Thujon liegt bei 1,25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. So könnte ein 60 Kilogramm schwerer Mensch 75 Milligramm des Giftes zu sich nehmen ohne Schaden zu nehmen.

Gewinnung der ätherischen Öle

Im späten Frühjahr haben die Wirkstoffe ihr Optimum erreicht. Die Zweige sollten geerntet und im Schatten getrocknet werden. Um das Öl zu gewinnen, werden die grünen Zweige mit heißem Wasser übergossen, der Wasserdampf aufgefangen und destilliert.

Wirkstoffe der Thuja

Der Lebensbaum enthält bis zu vier Prozent ätherisches Öl, was wiederum bis zu 65 Prozent das Nervengift Thujon enthält. Weitere Bestandteile sind unter anderem Gerbstoffe, Flavonoide und Polysaccharide.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Wenn es überhaupt Nebenwirkungen gibt, dann sind es meist Hautausschläge. Bei eingeschränkter Nierenfunktion sowie bei Leberbeschwerden ist von der Verwendung abzuraten. Das Öl wirkt abtreibend und schädigt die Frucht. In Tierversuchen kam es zu Missbildungen. Schwangere und stillende Frauen sollten daher auf Thujaöl verzichten.

Anzeichen für Thuja-Vergiftung

Eine Thuja-Vergiftung zeigt sich durch Magenschmerzen, Durchfall und Erbrechen an. Es treten unter anderem Kopfschmerzen, nervöse Reaktionen und Krämpfe auf.